Über uns

Die WiDSTUD stellt sich vor

Warum eine neue Schiessanlage?

In den nächsten Jahren werden im Kanton Zürich alle Jagdschiessanlagen geschlossen, weil sie die Umweltauflagen nicht mehr erfüllen. Gleichzeitig verpflichtet das eidgenössische Jagdgesetz alle Kantone, die Aus- und Weiterbildung im Jagdwesen sicher zu stellen – Trainingsmöglichkeiten sind also ein Muss. Die neue Schiessanlage WiDSTUD ersetzt die von den Schliessungen betroffenen Jagdschiessanlagen. Sie ist auch für nicht jagdliche Schützinnen und Schützen ein attraktiver Trainingsort.

Aus einem Plan wird ein Projekt

Schon früh hat der Kanton Zürich alternative Standorte evaluiert, welche die veralteten Schiessanlagen ersetzen sollen, und nahm den Standort Widstud 2014 in den kantonalen Richtplan auf. Den Startschuss für die Umsetzung bildete 2014 der umfassende Businessplan einer Gruppe von privaten Investoren und Jagdfunktionären. Nach Inkrafttreten des Gestaltungsplans und der Zusage des Kantons Zürich, sich mit Aktienkapital massgeblich am Projekt zu beteiligen, gründeten die Investoren im September 2019 die Widstud-Betriebsgesellschaft AG.

Der Verwaltungsrat und seine Vision

Der Verwaltungsrat der Widstud Jagd- und Sportschiessanlage AG besteht aus momentan fünf Personen. Präsident und Ansprechperson für Interessierte und Medien ist Andres Türler; andres.tuerler(at)widstud.ch.

Historischer Abriss Jagd- und Sportschiessanlage WiDSTUD

Die Kantone sind bundesrechtlich verpflichtet, Jagenden die Möglichkeit zur Ausbildung, zum Training und zur jährlichen Erfüllung des Treffsicherheitsnachweises zu bieten.

Im Kanton Zürich mussten alle drei bestehenden Anlagen aus umweltrechtlichen Gründen geschlossen werden.

2008 hat die zuständige kantonale Baudirektion die Suche nach einem neuen Standort für eine Jagdschiessanlage aufgenommen.

Aus mehreren möglichen Standorten wurde die Kiesgrube mit dem Flurnamen Widstud an der Marterlochstrasse in Bülach evaluiert.

In der Folge hat der Kanton zusammen mit der Investorin das Projekt einer Jagd- und Sportschiessanlage entwickelt, das Bauprojekt ausgearbeitet, den Businessplan entwickelt und den politischen Prozess durchgeführt. 2019 wurde der Gestaltungsplan im zweiten Anlauf schliesslich vor Bundesgericht rechtskräftig.

Entsprechend dem ursprünglichen Konzept, wonach eine Betriebsgesellschaft die von der Investorin erbaute Anlage mietet (triple-net-Mietvertrag) und für den Kanton betreibt, wurden auf Initiative des Kantons fünf jagd- und schiessaffine Personen gefunden, die bereit waren, im Interesse der guten Sache die WiDSTUD-Betriebsgesellschaft AG zu gründen.

In der Folge beteiligten sich Sportschützen, Jägerinnen und Jäger, aber auch ein Sportschützenverband und drei Jagdvereine am Aktienkapital, nicht weil ein lukratives Geschäft winkte, sondern weil es dem Sport und der Jagd diente. Ebenso beteiligte sich der Kanton Zürich am Aktienkapital.

Die Investorin und Eigentümerin der Liegenschaft, der Kanton Zürich, die Bank, die Verwaltungsräte wie auch die weiteren Aktionärinnen und Aktionäre haben den vom Kanton und der Investorin ausgearbeiteten Businessplan geprüft.

Nachdem die ersten Bagger im März 2021 auffuhren, wurde die Anlage am 17. August 2023 eröffnet.

Weil die Betriebsgesellschaft zu Beginn mit Kinderkrankheiten der Anlage zu kämpfen hatte, konnte diese vorerst nicht voll beworben werden. Es zeigte sich im Betrieb relativ rasch, dass der Businessplan betreffend Wachstum der Besucherzahlen zu optimistisch war, beziehungsweise von stärker steigenden Einnahmen ausging.

Der Verwaltungsrat hat die Investorin und Vermieterin auf Beginn 2024 über diesen Umstand orientiert und mit ihr, dem Kanton, der Bank und möglichen weiteren Aktionärinnen und Aktionären Verhandlungen geführt.

Das Aktionariat wurde mittels Aktionärsbriefen, Informationsveranstaltungen und an Generalversammlungen laufend zeitnah und transparent über die Situation und den Stand der Verhandlungen informiert.

Nachdem ein neuer, sich an den tatsächlichen Verhältnissen orientierender Businessplan erarbeitet wurde, wurde an der ausserordentlichen Generalversammlung der WiDSTUD Betriebsgesellschaft AG vom 3. März 2025 das bisherige Aktienkapital auf die Hälfte herabgesetzt sowie eine Kapitalerhöhung und die Einführung von Vorzugsaktien beschlossen.

An dieser Kapitalerhöhung beteiligte sich insbesondere der Kanton Zürich, der dadurch zum grössten Aktionär avancierte.

In der Folge erwarb die WiDSTUD Betriebsgesellschaft AG die Liegenschaft an der Marterlochstrasse in Bülach. Über die Höhe des Kaufpreises wurde Stillschweigen vereinbart.

Die Gesellschaft ist nun mit einer soliden Eigenkapitalquote ausgestattet und kann ihren Verpflichtungen nachkommen. Die Besucherzahlen und damit die Einnahmen entwickeln sich wie im neuen Businessplan prognostiziert, die Bestrebungen für eine weitere Steigerung der Besucherfrequenzen, insbesondere im sportlichen Schiessen, müssen aufrechterhalten werden. Um diese Ziele zu erreichen, wurde der Verwaltungsrat an der Generalversammlung vom 11. Juni 2025 um die entsprechende Marketing-Kompetenz zusätzlich verstärkt.